Kolonialer Charm in Colonia del Sacramento

Von Buenos Aires aus erreicht man Colonia del Sacramento am besten und schnellsten mit der Fähre. Die etwa einstündige Fahrt gestaltet sich recht ruhig und auch die großen Buquebusfähren bewegen sich fast lautlos, wenn auch nicht abgaslos, über den Río de La Plata. Schon bei der Einfahrt in den Fährhafen zeigt sich das kontrastäre Bild zu Buenos Aires. Grüne, flache Hügel und kein Haus weit und breit, begrüßen einen. Auch das Fährterminal ist vielleicht gerade einmal 1/3 so groß wie sein Gegenstück in der argentinische Hauptstadt.

Colonia del Sacramento wurde am 20. Januar 1680 von Don Manuel Lobo, dem Gouvnerneur, im Auftrag des Prinzregenten Pero II. von Portugal gegründet und ist somit die älteste europäische Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Uruguays. Die Stadt sollte als Brückenkopf, auf der gegenüberliegenden Seite des spanischen Buenos Aires, zur Verteidigung des portugiesischen Reiches dienen.

Touristisch interessant ist Colonia vor allem wegen seiner Altstadt, die 1995 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde. So befinden sich auch alle Sehenswürdigkeiten in diesem kleinen Teil der Stadt. Entsprechend ist ein Aufenthalt von zwei Nächten völlig ausreichend um alles gesehen zu haben. Aushalten kann man es hier aber natürlich bedeutend länger.

Die Altstadt ist auf einer Art Halbinsel gelegen und somit von drei Seiten mit Wasser umgeben. Seinen Charme hat sich Colonia bis heute bewahrt. Die gedrungen Häuser stammen noch aus Kolonialzeiten und schmiegen sich eng an eng entlang der kleinen Gassen. Manchmal halb verwildert, manchmal schön hergerichtet. Mit Garten und einem schmiedeeisernen Zaun. Platanen zieren die langen Pflastersteinstraßen und bieten so Schutz vor der Sommerhitze. Kleine Grünflächen laden zum Verweilen ein. An jeder Ecke wird man mit der Vergangenheit konfrontiert und es wirkt alles sehr ursprünglich. Vor dem inneren Auge zeichnet sich ein lebhaftes Bild, wie das Leben damals wohl ausgesehen haben mag.

Auch kulinarisch hat die Stadt einiges zu bieten. Kleine süße Cafés, moderne Restaurants, urige Weinkeller, Fischtavernen. Und wenn ein langer Tag zu Ende geht, bedankt sich Colonia bei seinen Besuchern mit spektakulären Sonnenuntergängen, wenn die Sonne langsam im Rio de la Plata versinkt und den gesamten Horizont in ein tiefes Rot taucht. Atemberaubend schön. Wer sich für einen längeren Aufenthalt entschieden hat, kann seine TaDSC03372 DSC03365 DSC03351 DSC03304 DSC03320 DSC03299 DSC03290 DSC03281 DSC03279 DSC03277 DSC03276 DSC03275 DSC03273 DSC03272 DSC03269ge mit einem Besuch der stadteigenen Strände verbringen. Und auch für Fußfaule bietet die Stadt, neben der obligatorischen Ausleihe von Fahrrädern, eine besondere Form der Stadterkundung in Form von Golfcarts die man sich an jeder Ecke leihen kann.

 

Kategorien Uruguay
Franzi

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Mit dem RFD Reiseblog kann ich meine größte Leidenschaft - das Reisen, mit meinem liebsten Hobby - dem Schreiben, verbinden. Neue Sprachen erlernen und die exotischen Küchen aller Welt testen. Ich bin nämlich auch ein kleines Leckermaul und ein gutes Essen kann einen blöden Tag retten. Mein nächstes großes Ziel: mein Tauchschein!

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